Online-Zahlungen können manchmal auf Probleme stoßen, und eines davon ist die Zahlungsablehnung. Zahlungsablehnungen lassen sich in zwei Kategorien einteilen: harte Ablehnungen (Hard Declines) und weiche Ablehnungen (Soft Declines). Soft Decline Zahlungen, oder weiche Zahlungsablehnungen, sind temporäre Ablehnungen, die Händlern die Möglichkeit geben, die Transaktion erneut zu bearbeiten.
Weiche Ablehnungen treten häufig auf, weil der Zahlende seine Identität nicht bestätigen kann oder aufgrund technischer Probleme bei der Zahlungsabwicklung. Dies unterscheidet sich von harten Ablehnungen, die dauerhafte Ablehnungen aufgrund von Problemen wie verlorenen oder abgelaufenen Karten oder unzureichendem Guthaben sind. Etwa 80% bis 90% der Zahlungsablehnungen sind weiche Ablehnungen.
Händler können versuchen, eine Soft-Decline-Transaktion erneut zu verarbeiten, indem sie zusätzliche Authentifizierung anfordern, z. B. die Verwendung des 3DS2-Protokolls für Kartenzahlungen. 3DS2 ist ein Authentifizierungsprotokoll, das die Sicherheit von Online-Transaktionen erhöht, indem es den Zahlenden auffordert, seine Identität über eine zusätzliche Methode zu bestätigen, z. B. einen OTP-Code, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
Die erneute Verarbeitung einer Soft-Decline-Transaktion garantiert jedoch keinen Erfolg. Die Transaktion kann immer noch hart abgelehnt werden, wenn die Ursache nicht behoben wird.
Illustration von Online-Zahlungen mit Symbolen für Kreditkarten, Sicherheitsschlüssel und einem Fragezeichen, das Zahlungsprobleme darstellt.
Soft Decline Zahlungen können erhebliche Schäden für Unternehmen verursachen. Laut einer Studie belaufen sich die Kosten für fälschliche Ablehnungen (False Declines), von denen die meisten Soft Declines sind, jährlich auf Milliarden von Dollar. Dies liegt daran, dass Kunden eine ungünstige Zahlungserfahrung machen und möglicherweise nicht wieder einkaufen.
Die Einführung der Starken Kundenauthentifizierung (SCA) im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) hat zu strengeren Identitätsprüfungen der Zahlenden geführt, was das Risiko von Soft Declines erhöht. Händler können die Auswirkungen von Soft Declines jedoch minimieren, indem sie eine geeignete Betrugsbekämpfungsstrategie entwickeln und den Zahlungsprozess optimieren.
3DS2 wurde entwickelt, um die Schwächen des vorherigen 3DS-Protokolls zu beheben und ein reibungsloseres Zahlungserlebnis zu bieten. Durch die Verwendung von 3DS2 und die Analyse von Transaktionsdaten können Händler die Ursachen für Soft Declines identifizieren, effektive SCA-Ausnahmeregeln erstellen und die Akzeptanzrate von Zahlungen verbessern. Die Einhaltung von SCA und die Anwendung von 3DS2 helfen nicht nur, Soft Declines zu minimieren, sondern schaffen auch einen Wettbewerbsvorteil für Unternehmen.